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Fundsache Venus


Fundsache Venus

Science Fiction-Roman
1. Auflage

von: Alexander Kröger

8,99 €

Verlag: Edition Digital
Format: PDF
Veröffentl.: 28.04.2016
ISBN/EAN: 9783956556753
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 364

Dieses eBook enthält ein Wasserzeichen.

Beschreibungen

In „Fundsache Venus“ entdeckt Wally 327 Esch als Überlebende einer Rettungsexpedition das geborstene Raumschiff, und sie findet Dirk, ihren Lebensgefährten, aus dessen toter Hand sie ein Souvenir entnimmt, das, so glaubt sie, für sie bestimmt ist. 18 Jahre hütet sie das Geheimnis dieses Geschenks. Dann berichtet sie dem Sohn Mark von der Operation in einem verlassenen Urwaldhospital und von Bea, einem Mädchen mit Tigeraugen ... Sie bürdet damit dem jungen Mann eine Verantwortung auf, die er allein nicht tragen kann.
Maren 021 Call kämpft leidenschaftlich gegen die Entstehung von „Anderen“ auf der Erde und dem Mars. Sie fürchtet auf lange Sicht den Untergang des ursprünglichen Menschen.
Alexander Kröger richtet in einer mitreißenden Handlung - in Sicht auf heutige Realitäten und Tendenzen wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklung - das Augenmerk des Lesers auf die Verantwortung der Menschen für ihre Zukunft.

INHALT:
Souvenir vom Atair
Andere
Souvenir vom Atair
Andere
Dr.-Ing. Helmut Routschek, geboren am 25. September 1934 in Zarch (Tschechoslowakei), gestorben am 7. April 2016 in Heidenau, benutzt für seine literarischen Werke das Pseudonym „Alexander Kröger“. In Mühlhausen in Thüringen machte er sein Abitur und studierte an der Bergakademie Freiberg von 1954 bis 1959 Markscheidewesen und Bergschadenkunde. Als Markscheider arbeitete er im Tagebau Spreetal des VEB Gaskombinat Schwarze Pumpe. Nach einem Zusatzstudium zum Ingenieur für Datenverarbeitung wurde er Experte für Automatisierung und Untergrundgasspeicherung und war mit Forschungs- und Produktionsaufgaben an der Universität, in der Energiewirtschaft und im Umweltschutz leitend tätig. Nach 1981 arbeitete er in der Gebäude- und Wohnungswirtschaft und nach 1990 in der Bauabteilung für Bundesbauten der Oberfinanzdirektion Brandenburg.
Seit 1969 entstanden 33 Romane (einschl. überarbeiteter Neuauflagen) und ein Kurzgeschichtenband, die in sechs Sprachen und in insgesamt 1,65 Millionen Exemplaren erschienen. Nach 1990 erschienen in dem Verlag KRÖGER-Vertrieb, den er gemeinsam mit seiner Frau Susanne gründete, weitere 9 Romane, 5 überarbeitete Neuauflagen und ein Geschichtenband in einer Gesamtauflage von 40 000 Exemplaren.
Bibliografie (Auszug)
Sieben fielen vom Himmel, 1969
Antarktis 2020, 1973
Expedition Mikro, 1976
Die Kristallwelt der Robina Crux, 1977 (überarbeitete Neufassung unter dem Titel Robina Crux, 2004)
Die Marsfrau, 1980
Das Kosmodrom im Krater Bond, 1981
Energie für Centaur, 1983
Der Geist des Nasreddin Effendi, 1984 (überarbeitete Neufassung unter dem Titel Der Geist des Nasreddin, 2001)
Souvenir vom Atair, 1985 (überarbeitete Neufassung zusammen mit Andere unter dem Titel Fundsache Venus, 1998)
Die Engel in den grünen Kugeln, 1986 (überarbeitete Neufassung unter dem Titel Falsche Brüder, 2000)
Der Untergang der Telesalt, 1989 (überarbeitete Neufassung unter dem Titel Die Telesaltmission, 2002)
Andere, 1990 (überarbeitete Neufassung zusammen mit Souvenir vom Atair unter dem Titel Fundsache Venus, 1998)
Vermißt am Rio Tefé, 1995
Das Sudelfaß - eine gewöhnliche Stasiakte, 1996
Die Mücke Julia, 1996
Mimikry, 1996
Das zweite Leben, 1998
Saat des Himmels, 2000
Der erste Versuch, 2001
Chimären, 2002
Begegnung im Schatten, 2003
Robinas Stunde null, 2004
Nimmerwiederkehr, 2009
Ego-Episoden des Alexander Kröger. Wahres, heiter und besinnlich, 2012
Es ist mir nicht möglich, Mark, anzugeben, wie lange ich irgendwo zwischen den Toten auf Trümmern gesessen und mich meinem Schmerz hingegeben hatte. Ich dachte die tausendmal gestellte Frage: Warum! Und es war, als stünde der Kosmos still. Weiter dachte ich nicht, nicht an die Zukunft, nicht, was wohl aus mir werden würde, allein in dieser Wildnis.
Später rappelte ich mich mühsam auf, schleppte wie mechanisch erst Sam, dann Mitsu zu Josef, bettete sie nebeneinander und begann, Steine über die Gefährten zu häufen, eine Pyramide.
Erst allmählich dachte ich daran, dass ich einmal würde wieder nach oben steigen müssen, und ich zwang mich, meine Umgebung bewusster wahrzunehmen. Aber zunächst überwand ich mich, ein wenig zu essen, zu trinken. Dann wollte ich meine traurige Pflicht zu Ende bringen, schaute mich nach einem größeren flachen Stein für eine Inschrift um. Ich erblickte etwas am Rande der Halde, das ich für geeignet hielt, schritt darauf zu und stand dann vor einem an den Rändern bizarr verformten und zerfransten Blechfetzen, grau und genarbt.
Kindisch, gedankenträge stieß ich mit dem Fuß danach. Das Blech geriet in Bewegung, schepperte. Ich ließ mich in die Steine gleiten, legte den Helm auf die Knie und lachte und weinte verzweifelt. Ab und an hieb ich auf das Metall oder strich mit den Handschuhen über den scharfen Grad, hörte auf das Geräusch ...
Ich rannte in den Canon hinein, von Quader zu Quader, brachte einige der Brocken und mich aus dem Gleichgewicht, sah gezwungenermaßen auf den Boden, auch in der Hoffnung und Absicht, noch mehr von diesem Metall zu entdecken.
Das Gehopse trieb ich, bis mich Atemmangel zu verhaltenem Vorgehen zwang. Ich blieb stehen, hätte mir gern den Schweiß von der Stirn gewischt, und es wurde mir bewusst, mit meinem törichten Verhalten hatte ich gegen mehrere Gebote des Raumreglements verstoßen.
Von diesem Augenblick an begann ich wieder in gewohnter Weise, vielleicht schärfer noch, zu denken, zu kombinieren.
Ich sah mich langsam und aufmerksam um. Zweifellos befand ich mich in einer sehr regelmäßig gebildeten Schlucht, in einem Canon, der Teil eines Staffelbruches zu sein schien. Aus den senkrecht anstrebenden Wänden quollen Wolken. Und aus diesem drieselnden Dampf der sich oben zu einer Watteschicht zusammenballte, glotzte wie drohend ein riesiger, regelmäßiger Körper, der Bug der LUX, fast direkt über mir.
In dieser Sekunde sackte ich zusammen. Mir wurde es schwarz vor den Augen, ich konnte mich noch abstützen, bevor es mich auf die Steine warf.
Als ich zu mir kam, ich weiß nicht, wie lange ich so gelegen haben mochte, arbeitete mein Gehirn nach einem leichten Benommensein exakt wie ein Computer.
Der Bug des Schiffes - oder das, was ich von ihm sah - war wenig beschädigt.
Links von meinem Standpunkt lag der Schiffskörper am Fels an. Dort gelangte ich mit einiger Mühe, mich wie in einem Kamin abstützend, nach oben und auf den Rumpf hinauf. Eigenartigerweise liefen meine Gedanken und das, was ich tat, programmhaft exakt. Zweifel, Nervosität, Spannung, Hektik gar ergriffen mich nicht. Ich fand noch nicht einmal die Zeit, mich darüber zu wundern.
Das Schiff lag flach, ich konnte ohne Mühe abwärts schreiten, zum Bug, zu den oben liegenden Fenstern. Lange hielt ich mich nicht auf, umkreiste den kanzelartigen Aufbau, bemerkte nichts, was auf einen Menschen hingedeutet hätte.
Dann stieg ich wieder hinunter in den Canon, holte mir das Seil der toten Gefährten, erklomm erneut das Schiff, verschnaufte und ging diesmal rumpfaufwärts, zum Zentraleinstieg. In den Dämpfen wäre ich beinahe über den plötzlich klaffenden Abgrund hinausgeschritten und abgestürzt. Der Schiffskörper war an dieser Stelle bizarr auseinandergerissen. Und mir war sofort klar, diesen Absturz hatte ganz sicher niemand überlebt, vorausgesetzt, er hätte sich zum Zeitpunkt des Aufschlages noch im Schiff befunden.
In den Spanten, den Blechzacken und zerrissenen Böden und Einbauten, konnte ich gut nach unten klettern. Und dann sah ich nicht weit entfernt hinter einer Bodenwelle, einem Felsgrat, der den Grund des Canons querte, den zweiten Teil der LUX. Und mir schien, als wäre dieser nach dem Heck geneigt. Die Öffnung aber war schwarz und verkohlt ...

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